Yvonne Catterfeld

Yvonne Catterfeld

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Yvonne Catterfeld, geboren am 2. Dezember 1979 in Erfurt, ist eine deutsche Popsängerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin, die in der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ die Rolle der Julia Blum spielt. Der Durchbruch gelang ihr mit dem Titel „Für dich“. Seit 2016 ist Yvonne Catterfeld an der Seite von Götz Schubert in der deutschen Krimiserie „Wolfsland“ zu sehen.

Werdegang

Catterfeld, Tochter eines Industrieschweißers und einer Lehrerin, nahm ab ihrem 15. Lebensjahr Klavier-, Gitarren-, Gesangs-, Ballett- und Tanzunterricht, unter anderem bei Kerstin Radtke und Chung Luong. Nach dem Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt pausierte sie ein Jahr. Danach studierte sie zwei Jahre Jazz und Popularmusik an der Musikhochschule Leipzig, unterrichtete nebenbei kleine Gesangsgruppen und war Sängerin der Gruppe Jamtonic.

Nach ihrem Studium nahm sie am Gesangswettbewerb Stimme 2000 teil, der von Peter Sebastian moderiert und vom MDR ausgestrahlt wurde. Sie nannte sich Viviane, legte diesen Künstlernamen aber bald wieder ab. Der Musikmanager Thomas M. Stein (damals Geschäftsführer der BMG Deutschland, später Jurymitglied bei Deutschland sucht den Superstar) traf als Jurymitglied die Vorauswahl bei Stimme 2000. Das BMG-Plattenlabel Hansa nahm Catterfeld als Zweitplatzierte unter Vertrag.

Im Jahr 2001 erschien unter dem Namen Catterfeld ihre erste Single Bum, die sich nicht in den Charts platzieren konnte. In den folgenden zwei Jahren erschienen mit „Komm zurück zu mir“ (produziert von Frank Farian), Niemand sonst und Gefühle drei weitere Singles unter ihrem Nachnamen. Ab September 2001 spielte sie die Rolle der Julia Blum in der RTL-Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Yvonne Catterfeld feat. Bengio – Irgendwas

Karriere

Mit dem Titel „Für dich“, produziert von Dieter Bohlen, Text von Lukas Hilbert, gelang ihr 2003 mit Platz 1 in den deutschen Singlecharts der musikalische Durchbruch in Deutschland. Ein Jahr später konnte sie diesen Erfolg mit „Du hast mein Herz gebrochen“ (produziert von Dieter Bohlen, Text von Eko Fresh) wiederholen. Außerdem sang sie 2003 beim Abschiedskonzert von Modern Talking und im Vorprogramm von Nena und Mariah Carey. Ihre erste Moderation übernahm sie bei Lucky Star, wo die Pop-Rock-Band Silbermond ihren ersten Fernsehauftritt hatte. Außerdem moderierte sie Musikshows wie The Dome und 2003 als Vertretung für Michelle Hunziker Deutschland sucht den Superstar.

2004 trat sie bei einigen Konzerten der Jubiläumstournee Aufmarsch der Giganten von Udo Lindenberg auf. In Berlin-Treptow wurde sie vom Publikum derart ausgepfiffen und ausgebuht, dass sie unter Tränen die Bühne verließ und auch zum Finale nicht zurückkehrte. Am 17. Dezember 2004 hatte sie ihren letzten Drehtag bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Ihren Ausstieg aus der Serie begründete sie damit, dass die Rolle ihr keine Möglichkeit mehr geboten habe, sich schauspielerisch auszuprobieren. Ihr Hauptaugenmerk galt nun der Fortsetzung ihrer Gesangskarriere. Im Frühjahr 2005 erschien ihr drittes Album „Unterwegs“ mit der Single „Glaub an mich“. Eine Rückkehr zu RTL schloss sie aus. Unterwegs“ wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Im Juni 2005 trennte sich Catterfeld von ihrer Managerin Veronika Jarzombek, die sie seit Beginn ihrer Karriere begleitet hatte. Neuer Manager wurde Jürgen Otterstein. Ab dem 8. November 2005 spielte sie die Hauptrolle der Sophie von Ahlen in der ARD-Telenovela „Sophie – Braut wider Willen“. Da die Einschaltquoten deutlich unter den Erwartungen des Senders blieben, wurde die Telenovela am 9. März 2006 nach 65 Folgen abgesetzt. Im November und Dezember 2006 stand Catterfeld für den RTL-Mystery-Thriller „Das Geheimnis des Königssees“ vor der Kamera. Sie spielte die Hauptrolle der Marla.

Catterfelds für das Frühjahr 2007 geplante Tournee wurde wegen einer Kieferoperation abgesagt. Das Album „Aura“ verkaufte sich im Vergleich zu früheren CDs eher mäßig und belegte eine Woche lang Platz 10 der Charts. Für das Album wurden Produzenten aus dem Hip-Hop-Genre wie Mousse T. und OJA Tunes engagiert. Weitere Produzenten waren Alex Christensen, Frank Ramon, Max Herre, Lukas Hilbert, Walter Afanasieff, Lilo Scrimali, Andreas Herbig, Jan van der Toorn und Eric Benét. Im September 2007 nahm die Sängerin den Titel „Better Than Christmas“ für das Weihnachtsalbum von Till Brönner auf.

Am 25. April 2008 sprach sich Catterfeld zusammen mit rund 200 anderen Künstlern in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Filesharing aus und forderte einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. Anlass für den Brief war der von der Weltorganisation für geistiges Eigentum ausgerufene „Tag des geistigen Eigentums“ am 26. April 2008.

In der fünften Staffel von „Inas Nacht“, moderiert von Ina Müller, zählte Yvonne Catterfeld zu den prominenten Gästen. Weitere Gäste waren Jürgen Drews und Oliver Wnuk.

Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Romy Schneider war Catterfeld für die Titelrolle in der internationalen Verfilmung „Eine Frau wie Romy“ vorgesehen. Das Engagement kam jedoch nicht zustande. 2010 spielte Catterfeld an der Seite von René Ifrah die Hauptrolle in dem Sat.1-Familiendrama Die Frau des Schläfers.

Catterfelds Album Blau im Blau, das mit einem kleinen Team und einer kleinen Band produziert wurde, erschien aufgrund ihrer umfangreichen Drehverpflichtungen erst im März 2010. Die gleichnamige Single erreichte Platz 52 der deutschen Charts.

2010 spielte sie in dem von ZDF und ORF produzierten Fernsehfilm Das Mädchen auf dem Meeresgrund die Rolle der Lotte Hass. Der Film handelt von den Tauchpionieren Lotte und Hans Hass, gespielt von Benjamin Sadler, Regie führte Ben Verbong. Zur Vorbereitung musste Catterfeld den Tauchschein machen. Bei einigen Unterwasser-Stuntszenen wurde sie von Anna von Boetticher, der deutschen Meisterin im Apnoetauchen, gedoubelt. Am 14. Oktober 2011 erschien die Kompilation The Best of, Von Anfang bis jetzt, auf der alle bis dahin veröffentlichten Singles enthalten sind. Das Album konnte sich nicht in den Charts platzieren. Am 10. November 2011 eröffnete Catterfeld die Bambi-Verleihung mit Beautiful Day, einer Coverversion des gleichnamigen U2-Songs.

Nach drei Jahren musikalischer Pause erschien am 22. November 2013 Catterfelds sechstes Album „Lieber so“. Die erste Singleauskopplung „Pendel“ erschien am 8. November 2013. Im Oktober 2013 war sie in dem Fernsehfilm Helden – Wenn dein Land dich braucht zu sehen. 2013 stand sie für den russischen Film Strana khoroshikh detochek (dt. Das Land der guten Kinder) vor der Kamera, der im Dezember 2013 in die russischen Kinos kam. Am 1. Mai 2014 startete der französische Film Die Schöne und das Biest von Regisseur Christophe Gans, in dem Catterfeld neben Vincent Cassel und Léa Seydoux in einer Nebenrolle zu sehen ist. Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen französischen Volksmärchens.

2015 war sie u.a. neben Andreas Bourani, Christina Stürmer, Xavier Naidoo und Hartmut Engler in der zweiten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ zu sehen. Nach der Ausstrahlung der ersten Folge kehrte ihr Album Lieber so in die Charts zurück und erreichte mit Platz acht eine neue Höchstposition. Der Titelsong, den sie in der Sendung selbst gesungen hatte, stieg neu in die Singlecharts ein. Für den Erfolg von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wurde sie am 12. November 2015 mit einem Bambi ausgezeichnet.

Am 29. August 2015 trat Yvonne Catterfeld mit dem Lied Lieber so Thüringen beim Bundesvision Song Contest 2015 in Bremen an und belegte hinter Mark Forster und der Band Donots den dritten Platz.

Yvonne Catterfeld – Move

Von der im Oktober 2016 gestarteten Staffel 6 bis zur 2018 erstmals ausgestrahlten Staffel 8 war Catterfeld als Coach bei „The Voice of Germany“ zu sehen. Ende November 2016 wurde sie für mehr als 100.000 verkaufte Exemplare ihres Albums Lieber so mit Gold ausgezeichnet. Am 9. Dezember 2016 erschien die Single „Irgendwas“ mit Bengio. Darüber hinaus gründete Catterfeld ihr eigenes Plattenlabel Veritable Records. Am 10. März 2017 erschien dort ihr siebtes Studioalbum Guten Morgen Freiheit. 2018 war sie erstmals als Coach in der ersten Staffel von „The Voice Senior“ zu sehen. Auch in der zweiten Staffel 2019 wird sie einer der vier Coaches sein.

In der ARD-Krimireihe Wolfsland, die seit Dezember 2016 ausgestrahlt wird, spielt Catterfeld an der Seite von Götz Schubert die Hauptrolle der Görlitzer Kommissarin Viola Delbrück. 2020 kehrt sie zu „The Voice of Germany“ zurück und bildet mit der Sängerin Stefanie Kloß ein Coach-Duo.

Im Januar 2021 veröffentlichte sie die Single „Patience“ und im Mai 2021 die Single „Let You Go“. Beide Songs sind auf ihrem Album „Change“ zu finden, das im Dezember 2021 erscheint. Es ist ihr erstes komplett englischsprachiges Album.

TV

Kinofilme

Im Jahr 2007 war sie in dem Erfolgsfilm „Keinohrhasen“ zu sehen, der nicht nur an den Kinokassen punktete, sondern auch ihre schauspielerische Präsenz unterstrich. Es folgten weitere Filmprojekte wie „U-900“ 2008 und „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ 2009, in denen sie ihre Wandlungsfähigkeit in verschiedenen Rollen unter Beweis stellte.

Die Fortsetzung von „Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“ im Jahr 2009, sowie Filme wie „Das Leben ist zu lang“ (2010) und „Sputnik“ (2013) festigten ihren Status als gefragte Schauspielerin. Internationale Produktionen wie „Die Schöne und das Biest“ (2014) zeugen von ihrer grenzüberschreitenden künstlerischen Präsenz. Mit „Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik“ setzte sie 2015 einen weiteren Glanzpunkt in ihrer beeindruckenden Filmografie.

Fernsehfilme

In dem Fernsehfilm „Wenn Liebe doch so einfach wär’“ aus dem Jahr 2007 bewies Catterfeld ihre schauspielerische Wandlungsfähigkeit und ihr Talent, emotionale Nuancen authentisch zu vermitteln. Dies setzte sich in den folgenden Jahren fort, etwa in „Das Geheimnis des Königssees“ (2008) und „Schatten der Gerechtigkeit“ (2009), in denen sie facettenreiche Charaktere verkörperte.

Ihr filmisches Spektrum reichte von Dramen wie „Die Frau des Schläfers“ (2010) bis zu Thrillern wie „Nur eine Nacht“ (2013). Besonders bemerkenswert ist ihre kontinuierliche Mitwirkung in der Fernsehserie „Wolfsland“ seit 2016, in der sie konsequent starke und komplexe Rollen verkörpert.

Fernsehserien: Ihre eindrucksvolle Fernsehkarriere begann 2001 mit einer längeren Nebenrolle in der beliebten Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, die sich von 2002 bis 2005 zu einer Hauptrolle entwickelte.

Ihre Serienkarriere setzte sich mit Projekten wie „Hallo Robbie! – Schicksalhafte Begegnung“ (2005) und „Tatort – Der Name der Orchidee“ (2005) fort. Eine ihrer prägendsten Hauptrollen spielte sie in der Serie „Sophie – Braut wider Willen“, wo sie zwischen 2005 und 2006 in insgesamt 65 Folgen überzeugte.

In den Folgejahren war Catterfeld in verschiedenen Serien zu sehen, darunter 2007 in „SOKO 5113“, 2011 in einer vierteiligen Rolle in „The Promise – Gelobtes Land“ und 2013 in vier Folgen der Serie „SOKO – Der Prozess“.

Synchronrollen

In verschiedenen Animations- und Kinderfilmen verlieh sie den Figuren ihre Stimme und konnte so ihre Talente auch im Bereich der Synchronisation unter Beweis stellen.

Im Jahr 2004 wirkte sie an der deutschen Synchronisation des Animationsfilms „Große Haie – Kleine Fische“ mit, in dem sie einer der Figuren ihre Stimme lieh. Es folgten die deutsche Synchronisation von „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ im Jahr 2008 und „Nils Holgerssons wunderbare Reise“ im Jahr 2011.

Auch in internationalen Produktionen war Catterfeld als Synchronsprecherin aktiv, zum Beispiel 2012 in „Niko 2 – Kleines Rentier, großer Held“ und 2014 in „Tinkerbell und die Piratenfee“. Ihr Beitrag zur deutschen Synchronisation des Animationsfilms „Tabaluga – Der Film“ im Jahr 2018 rundet ihre vielseitige Karriere im Synchronbereich ab.

Privat

Catterfeld war von Sommer 2004 bis August 2007 mit dem Schauspieler Wayne Carpendale liiert. Danach begann sie eine Beziehung mit dem Schauspieler Oliver Wnuk, der als Ulf Steinke in der Pro7-Fernsehserie Stromberg bekannt wurde. Das Paar lernte sich bei den Dreharbeiten zum Kinofilm U-900 kennen. 2014 wurden Catterfeld und Wnuk Eltern von Sohn Charlie. Im Dezember 2021 gab das Paar seine Trennung bekannt. Ihr Vermögen wird derzeit auf 2 Millionen Euro geschätzt.

Studioalben

  • 2003 Meine Welt
  • 2004 Farben meiner Welt
  • 2005 Unterwegs
  • 2006 Aura
  • 2010 Blau im Blau
  • 2013 Lieber so
  • 2017 Guten Morgen Freiheit
  • 2021 Change

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