Blasinstrumente

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Was sind Blasinstrumente?

Blasinstrumente sind Musikinstrumente, bei dem der Musiker Luft durch das Mundstück bläst, um einen Klang zu erzeugen. Die einfachsten Blasinstrumente waren Flöten aus Knochen oder Schilfrohr. Heute gibt es eine Vielzahl von Blasinstrumenten aus verschiedenen Materialien wie Kunststoff, Metall oder Holz. Blasinstrumente werden in verschiedenen Musikgenres wie Jazz und klassischer Musik eingesetzt. Oft werden viele Blasinstrumente zusammen in einem Blasorchester gespielt. Es gibt auch andere Musikinstrumente, die durch Luftstrom Klang erzeugen, wie zum Beispiel Orgeln oder Akkordeons, diese zählen jedoch nicht zu den Blasinstrumenten. Blasinstrumente gehören nach der Systematik von Hornbostel-Sachs zu den Aerophonen.

Geschichte der Blasinstrumente

Blasinstrumente haben eine lange Geschichte und wurden bereits in prähistorischen Zeiten genutzt. Die ersten Blasinstrumente waren einfache Flöten aus Knochen oder Schilfrohr, die vor etwa 43.000 Jahren von Neandertalern hergestellt wurden. Diese Information stammt aus archäologischen Funden, bei denen Flöten aus Knochen und Elfenbein entdeckt wurden, die auf das Zeitalter der Neandertaler datiert wurden. Die Flöten wurden in mehreren Höhlen in Europa gefunden und sind ein Beweis dafür, dass die Neandertaler in der Lage waren, komplexe Werkzeuge herzustellen und musikalische Klänge zu erzeugen.

Im Laufe der Zeit wurden Blasinstrumente weiterentwickelt und verfeinert, und es entstanden immer komplexere und vielfältigere Instrumente. Blasinstrumente wie die Aulos und die Tuba waren im antiken Griechenland und im Römischen Reich weit verbreitet. Blasinstrumente wie die Flöte, die Oboe und das Fagott wurden im Mittelalter und in der Renaissance vor allem in der klassischen Musik eingesetzt, während im Barock vor allem Instrumente wie die Trompete und das Horn populär waren. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Blasinstrumenten, von der einfachen Blockflöte bis hin zu komplexen Saxophonen und Klarinetten, die auch in anderen Musikgenres wie Jazz und Popmusik eingesetzt werden. Blasinstrumente sind auch in der modernen Musikproduktion sehr wichtig und werden oft elektronisch verändert und verfremdet, um neue Klangwelten zu erschaffen.

Wie entsteht der Ton in einem Blasinstrument?

Bei der Blockflöte geht das am einfachsten: Die Luft wird an einer Kante vorbeigeführt. Das ist das Loch, das man oben bei der Blockflöte sieht. Die Luft geht dann teils ins Freie, teils in die Flöte und schwingt dort. Das ist für den Spieler einfach, deshalb ist die Blockflöte meist das erste Blasinstrument, das ein Kind spielen lernt. Bei der Querflöte oder bei der Panflöte muss der Musiker selber richtig über das Loch blasen, damit der Ton entsteht. Das ist schon viel schwieriger.

Im Mundstück der Klarinette und im Saxophon ist ein dünnes Holzplättchen befestigt, das beim Blasen in Schwingung gerät und den Ton erzeugt. Dieses Plättchen nennt man Rohrblatt, weil es aus Schilfrohr hergestellt wird. Deshalb ist das Saxophon ein Holzblasinstrument, auch wenn es zum größten Teil aus dem Metall Messing besteht. Weil es hier nur ein einzelnes Plättchen gibt, nennt man diese Gruppe die Einfachrohrblattinstrumente.

Die Oboe, das Fagott, der Dudelsack und viele andere Instrumente brauchen zwei Rohrblätter. Man nennt diese Gruppe deshalb Doppelrohrblattinstrumente. Sie gehören ebenfalls zu den Holzblasinstrumenten.

Ganz anders entsteht der Ton bei den Blechblasinstrumenten. Zu dieser Gruppe gehören die Trompete, die Posaune, alle Arten von Hörnern und viele andere. Das Mundstück hat die Form eines Kessels oder Trichters. Darauf legt der Musiker seine Lippen. Je nachdem, wie stark er die Lippen zusammenpresst, wie stark er bläst und wie lang das Instrument ist, entsteht eine andere Tonhöhe. Das gelingt sogar mit einem Gartenschlauch. Dabei vibrieren die Lippen des Musikers und versetzen die Luft in Schwingung.

Wie unterscheidet man Holz- und Blechblasinstrumente?

Die Unterscheidung zwischen Holzblasinstrumenten und Blechblasinstrumenten ist einfach: Wenn das Instrument Löcher hat, durch die die Luft entweichen kann und somit verschiedene Töne erzeugt werden, handelt es sich um ein Holzblasinstrument. Fehlen diese Löcher, gehört das Instrument zur Gruppe der Blechblasinstrumente.

Der Name dieser Kategorien erklärt sich jedoch anders als man vermuten würde. Es ist nicht ausschlaggebend aus welchem Material das Instrument größtenteils besteht, sondern es kommt lediglich auf das Mundstück an. Denn dort wird die Luft in Schwingungen versetzt, wodurch der Klang erzeugt wird.

Das Mundstück bei Blechblasinstrumenten besteht aus Metall. Der Klang wird hier nicht durch die Schwingungen des Mundstücks erzeugt, sondern durch die Vibration der Lippen des Musikers, die die Luft in Schwingung versetzen.

Bei vielen Holzblasinstrumenten kommt ein oder auch zwei Rohrblätter aus Holz zum Einsatz, um die Vibration zu erzeugen. Dies ist der Grund, warum sie Holzblasinstrumente genannt werden.

Wie entstehen die verschiedenen Tonhöhen?

Bei Holzblasinstrumenten befinden sich Löcher auf dem Instrument, die der Musiker entweder offenlassen oder nacheinander mit den Fingern oder Klappen verschließen kann. Wenn die Luftsäule im Instrument länger wird, indem der Musiker die Löcher verschließt, wird der Ton tiefer. Dies ist beispielsweise bei der Flöte oder Klarinette der Fall.

Im Gegensatz dazu erzeugt der Musiker bei Blechblasinstrumenten bestimmte Tonhöhen durch die Spannung seiner Lippen und den Luftdruck aus seiner Lunge. Die Tonhöhe kann auch verändert werden, indem der Musiker beispielsweise die Zugposaune auszieht, wodurch die Luftsäule länger wird und der Ton tiefer wird. Bei Trompeten und einigen anderen Blasinstrumenten gibt es Ventile, mit denen die Röhren und somit die Luftsäule verlängert oder verkürzt werden können. Hier gibt es also zwei Möglichkeiten, die Tonhöhe zu verändern, was etwas komplizierter ist.

Liste von Blasinstrumenten