Rockmusik

Rockmusik

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rockmusik?

Die Rockmusik hat ihren Ursprung in den 1950er Jahren, als sich die Country-Musik der weißen Amerikaner und die Rhythm and Blues Musik der schwarzen Amerikaner vermischten. Der daraus entstandene Rock’n’Roll hatte einen neuartigen und aufregenden Sound, der sich schnell bei jungen Menschen großer Beliebtheit erfreute. Bekannte Vertreter des Rock’n’Roll in den 1950er Jahren waren Elvis Presley, Bill Haley, Chuck Berry und Buddy Holly. Die Rockmusik als eigenständige Musikform unterscheidet sich wesentlich durch den Rhythmus vom Rock’n’Roll.

Um die neue Musikrichtung, die ohne ihre elektrische Verstärkung undenkbar gewesen wäre, musste eine gänzlich neue Peripherie von technischen Gegenständen erfunden werden. Tüftler wie Leo Fender erfanden die ersten massiven Solidbody-E-Gitarren, die das lästige Feedback verminderten. Weitere Erfindungen waren beispielsweise der erste E-Bass und Verstärker und Boxen für die nötige Lautstärke. Die enge Zusammenarbeit von Gitarrenherstellern und Gitarristen wie Pete Townshend, Ritchie Blackmore und Jimi Hendrix führte zur Entwicklung neuer und verbesserten Produkten.

Rockmusik ist jedoch nicht nur auf den Rock’n’Roll beschränkt, sondern beinhaltet viele verschiedene Genres und Subgenres wie Punk, Heavy Metal, Alternative Rock, Grunge und Indie-Rock. Gemeinsam haben all diese Genres, dass sie aus einer Rebellion gegen das Establishment und einer Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung entstanden sind. Rockmusik ist somit nicht nur eine Musikrichtung, sondern auch ein Lebensgefühl und eine Kultur.

Live-Konzerte sind ein wichtiger Bestandteil der Rockmusik. Hierbei wird oft auch die Bühnenshow einbezogen, die von extravaganten Outfits bis hin zu spektakulären Lichteffekten reichen kann. Die Interaktion mit dem Publikum ist dabei ein zentraler Bestandteil und trägt zur einzigartigen Atmosphäre eines Rockkonzerts bei.

In den 1960er Jahren entstand in Großbritannien die Beat-Musik, die eine Weiterentwicklung des Rock’n’Roll war. Bekannte Bands wie die Beatles und die Rolling Stones waren maßgeblich daran beteiligt, die Beat-Musik weltweit populär zu machen. Heute gehören sie noch immer zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten.

Trotz einiger Kritik an der Rockmusik und ihrer Einflüsse auf die Jugendkultur hat sie nach wie vor eine große Anhängerschaft. Die Rockmusik ist eine der bekanntesten und am meisten gehörten Musikrichtungen weltweit und steht für Rebellion, Freiheit und Selbstbestimmung.

Die 1960er Jahre

In den 1960er Jahren wurde der Rock’n’Roll in England stilistisch verändert. Die Beatles, eine Beatband, und die stark vom Blues beeinflussten Rolling Stones gelten neben anderen als wichtige Wegbereiter und Vorläufer der Rockmusik. Die erste Genre-Aufsplitterung fand statt, als die Beatles in Anzügen mit Krawatte auftraten und eher melodische Songs spielten, während die Rolling Stones mit ihrem rauen Sound auffielen. Der Titel „(I Can’t Get No) Satisfaction“ der Rolling Stones wurde als die eigentliche Geburtsstunde des Rocks bezeichnet.

In dieser Zeit begannen Bands wie Cream, The Who oder The Jimi Hendrix Experience, technisch anspruchsvollere Themen in der Rockmusik einzuführen, wodurch sich die LP gegenüber der Single in ihrer Bedeutung etablierte. Mit den Konzeptalben Tommy von The Who, Sgt. Peppers Lonely Heart Club Band von den Beatles, Pet Sounds von den Beach Boys und Disreali Gears von Cream wurden LPs vom Coverdesign über die dramaturgische Songreihenfolge bis hin zur Erzählung einer komplexen Geschichte als Gesamtwerk betrachtet.

Ab Mitte der 60er Jahre entwickelte sich auch eine völlig neuartige Behandlung der Plattenhüllen, bei der jede Band ein eigenes Bandlogo erhielt. Gerard Huerta erlangte mit seiner ikonischen Marke für AC/DC Berühmtheit.

Die Psychedelic- und West-Coast-Szene war ein elementarer Bestandteil der Rockmusik der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre. In San Francisco wurden Bands wie Quicksilver Messenger Service, Jefferson Airplane und Grateful Dead bekannt. Eine wichtige Rolle spielte der Konsum von Drogen, um die ausufernden Improvisationen auf happeningartigen Konzerten zu genießen. Die Utopie einer neuen Gesellschaft wurde in den zwei großen Festivals des Jahres 1969 gefeiert. Allerdings fiel dieser Traum nach dem Tod von Meredith Hunter während des Auftritts der Rolling Stones beim Altamont Free Concert wieder in sich zusammen.

Die 1970er Jahre

Als Fortschritt der sexuellen Befreiung der späten 60er Jahre ist der Glamrock zu verstehen, welcher eine Kombination aus Hardrock und Popmusik darstellt und sich durch eine futuristische, androgyne Ästhetik auszeichnete. Besonders beliebt waren britische Bands wie The Sweet, Slade oder T. Rex, während David Bowie und Queen ebenfalls ihre Wurzeln in diesem Genre hatten. Gleichzeitig erlebte der Hard Rock, aus dem später der Metal hervorging, einen Aufschwung. Pioniere waren hier vor allem Deep Purple und Led Zeppelin.

Eine weitere bedeutende Strömung der frühen 70er Jahre war eine künstlerische Ausrichtung, die aus dem Psychedelic Rock hervorging, aber auch Elemente aus klassischer Musik, neuer Musik, Jazz oder Folk aufnahm und sich in den Genres Artrock und Progressive Rock manifestierte. Wichtige Vertreter waren Pink Floyd, Genesis, Yes, Emerson, Lake and Palmer und Jethro Tull.

Bis in die Mitte der 70er Jahre etablierte sich das Genre weiter und wurde zum „Stadionrock“ entwickelt, eine Entwicklung, die unter anderem von den Eagles und Led Zeppelin revolutioniert und perfektioniert wurde. Ausgedehnte Tourneen, die große Stadien auf der ganzen Welt füllten, endlose Armeen von Stagehands, Toningenieuren und Roadies, ausgefeilte Lightshows, enorme Mengen an Trockeneis, Lasern, Monitorboxen und Verstärkern, die in unzähligen Sattelschleppern transportiert wurden, prägten nun das Bild.

Als Reaktion auf diese Entwicklung hin zum Bombast, aber auch als Gegenbewegung zur aufkommenden Diskomusik und zur als friedfertig betrachteten Hippie-Kultur entstand im weiteren Verlauf des Jahrzehnts die rebellische Subkultur des Punks. Vorläufer der Punkbewegung, die noch stark in der klassischen Rockmusik verwurzelt sind, lassen sich bei AC/DC und Motörhead erkennen, die eine Rückkehr und Entschlackung zum einfachen, schnellen, puristischen und schnörkellosen Rock einleiteten. Wichtige Vertreter des Punks waren die Sex Pistols, The Clash und die Ramones. Auch hier waren Elemente anderer Musikrichtungen Grundlage für ein neues Genre, den New Wave. Typisch für die Musik dieser Zeit war die Fusion aus Reggae und Punk, zu hören in der Musik von The Police oder Fischer-Z. Aber auch Vertreter der Black Music wie Michael Jackson gingen Verbindungen mit Rockmusik ein.

Die fortschreitende Digitalisierung in der Musikproduktion und ein immer stärker werdender Perfektionismus machten die Entstehung von Musikrichtungen jenseits des Rocks möglich. Bereits die Avantgardisten des Krautrocks wie zum Beispiel Can oder vor allem Kraftwerk hatten ihren Anteil an dieser Entwicklung, indem sie mit ihrer experimentellen Musik den Grundstein für elektronische Popmusik legten.

Die 1980er Jahre

In den 1980er Jahren gab es sogenannte „Pop-Metal“ Bands wie Bon Jovi, Def Leppard, Europe und die erfolgreichste deutsche Band, die Scorpions. Diese Gruppen hatten große Erfolge und nur Bon Jovi konnte ihre Fangemeinde bis heute erhalten. Ihre Musik hat sich Ende der 1980er Jahre stilistisch vom Metal zum Stadion-Rock entwickelt.

Nach dem Abklingen der kreativen Hochphase des Punks entstand der Post-Punk, der Gruppen wie Joy Division und The Cure hervorbrachte, und der sogenannte New Wave. Hier ging es stilistisch oft in eine kühlere, reduzierte Richtung. Auch wurden zunehmend synthetische Klangerzeuger verwendet, was einen Grundstein für die Entwicklung des Synth-Pop und der gesamten elektronischen Tanzmusik legte.

Die Independent-Szene, die sich in der Tradition des Punks sah, versuchte sich vom Mainstream der Musikindustrie abzusetzen. Hier entstand eine vielfältige und große Szene mit vielen Untergenres, die später im Laufe der 1990er Jahre in Alternative überging und als deren wichtigste Vertreter die Pixies und Sonic Youth zu nennen sind. Auch der Heavy Metal erlebte eine Hoch-Zeit durch Gruppen wie Iron Maiden, Motörhead oder Metallica, während der sich eine Vielzahl von Subgenres bildete. An der Schnittstelle zwischen Rock und Pop entstanden viele Bands, die zu den populärsten und kommerziell erfolgreichsten des Jahrzehnts gehörten, zum Beispiel Queen, Joan Jett and the Blackhearts, Big Country, Genesis, Yes, Simple Minds, U2, R.E.M., Van Halen, Whitesnake und The Cure. Das Jahrzehnt beschloss die Band Guns N’ Roses, die 1987 mit ihrem Album Appetite for Destruction und den Hits Paradise City und Sweet Child o’mine zu Megastars wurden. Die Entwicklung des Musikfernsehens hatte einen großen Einfluss auf diese letzte Ära der Superstars. Der Sender MTV, der als Rocksender begann, war in der Lage, mit dem Instrument der Heavy Rotation Bands zu Stars zu machen.

Wie bereits im Abschnitt über Plattenhüllen, die sich in den 1960er Jahren zu einer eigenen Kunstform entwickelt hatten, geschah dies in den späten 1980er und 1990er Jahren mit dem Musikvideo. Rock war schon immer mehr als nur reine Musik: Kleidung, Fahrzeuge, eine spezielle Art der Bewegungen, fast artistisch anmutende Bühnenshows und ausgefeiltes Grafikdesign für Platten und Logos waren stets Teil der Gesamterscheinung gewesen. Nun kam der musikalisch untermalte Kurzfilm, der auf eigenen Musiksendern, wie MTV und später Viva, in Schleife gesendet wurde, dazu. Zu nennen wären die bahnbrechenden Videos für Queen, Dire Straits, Genesis und Michael Jackson sowie die Arbeiten der Regisseure Chris Cunningham mit seinem eigenwilligen Stil und Michel Gondry für Beck, die Rolling Stones, die White Stripes, Radiohead und die Foo Fighters.

Die 1990er Jahre

In den frühen 1990er Jahren erfuhr die Rockmusik einen unerwarteten Aufschwung durch den Erfolg der US-amerikanischen Grunge-Band Nirvana. Sie spielten nach den Experimenten und der Digitalisierung der 1980er Jahre wieder musikalisch einfachere Musik und prägten nachhaltig die gesamte Alternative-Szene der 1990er Jahre. Bands wie Soundgarden, Pearl Jam und The Smashing Pumpkins erzielten durch die Popularisierung des Grunge ebenfalls große kommerzielle Erfolge. Nach dem Tod des Nirvana-Sängers Kurt Cobain verlor Grunge jedoch an Popularität und wurde wieder zu einem Underground-Genre. Trotzdem konnten Bands wie Pearl Jam und die Melvins bis ins neue Jahrtausend erfolgreich Platten veröffentlichen und auf Tour gehen. Eine Variante des Grunge war die feministische Riot-Grrrl-Bewegung, die versuchte, ähnlich wie Kurt Cobain, die Dominanz männlicher Superrockstars im Stil von Axl Rose mit seinen Machoposen zu durchbrechen.

Guns N’ Roses sorgten auch Anfang der 1990er Jahre mit ihrer Use Your Illusion Tour weltweit weiterhin für Aufsehen und gehörten somit zu den wenigen älteren Rockbands, die trotz des massiven Einflusses des Grunge in den 1990er Jahren enorme Erfolge verbuchen konnten.

Zu Beginn des Jahrzehnts traten auch erste Crossover-Bands in Erscheinung. Rage Against the Machine, Incubus und vor allem die Red Hot Chili Peppers erlangten große Popularität. Skatepunk popularisierte Bezüge zwischen Musik, Trend- und Extremsportarten sowie dem zugehörigen Lebensstil. 1994 entstand eine Neopunk-Welle, die durch Alben wie Green Days Dookie ausgelöst wurde. In diesem Zusammenhang wurden auch Bands wie NOFX, Rancid, Bad Religion und The Offspring einer breiteren Masse bekannt. Viele dieser Bands werden dem Pop-Punk zugerechnet. Ebenfalls den härteren Subgenres des Rock zuzurechnen ist der Anfang der 1990er von den Bands Kyuss und den Nachfolgegruppen Queens of the Stone Age und Fu Manchu sowie Monster Magnet etablierte Stoner oder Desert Rock. Langsamere Rhythmen, tiefergestimmte Gitarren – zum Teil über Bassverstärker gespielt – und der unüberhörbare Einfluss von Black Sabbath prägten diesen Stil, der bis in die Gegenwart von Clutch, Pontiak und den Truckfighters gespielt wird.

Mitte der 1990er Jahre brach schließlich der Britpop die Dominanz des US-amerikanischen Grunge und Alternative Rock. Jungen britischen Bands diente die britische Pop- und Rockmusik der 1960er und 1970er Jahre, vermengt mit Elementen des Madchester, des Shoegazing, aber auch des Alternative Rock, als Inspirationsquelle. Bands wie Blur, Pulp, The Verve und Oasis beeinflussten so nachhaltig die Rockmusik des ausgehenden Jahrzehnts. 1996 erschien das erste Album der britischen Band Placebo. Sie machten mit ihrer düsteren Mischung aus Britpop und Alternative Rock nachhaltig auf sich aufmerksam. Das Fusionieren und Experimentieren trat erst wieder zum Ende des Jahrzehnts in den Vordergrund durch Interpreten, die Elemente aus der zu dieser Zeit Erfolge feiernden elektronischen Musik adaptierten, wie zum Beispiel Radiohead, Blur oder auch Nine Inch Nails.

Die 2000er Jahre

Die Retro-Welle prägte das neue Jahrtausend. Bands wie The Strokes, Kings of Leon, The Subways, Mando Diao, Wolfmother, The White Stripes und Franz Ferdinand griffen auf typische Elemente vergangener Jahrzehnte zurück und brachten sie erneut in die Musikcharts. The Hives und The Libertines standen auf den Schultern alter Punk-Größen wie Television, und die Bright Eyes hatten große Gemeinsamkeiten mit Bob Dylan. Das Punk-Revival der 1990er, insbesondere der Pop-Punk, konnte sich mit Bands wie Blink-182, Sum 41 und Simple Plan noch lange fortsetzen.

Zu Beginn des Jahrzehnts machte die Crossover-Band Korn mit der Verbindung von Metal- und Hip-Hop-Elementen auf sich aufmerksam. Zusammen mit Bands wie Linkin Park, Limp Bizkit, System of a Down, Slipknot und Papa Roach, die den Metal stilistisch weiterentwickelten, bildete sie das Genre Nu Metal.

In Großbritannien dominierten ab Mitte des Jahrzehnts vor allem Indie-Bands wie Arctic Monkeys, Maxïmo Park, The Fratellis, Bloc Party und The Kooks. Diese Bands standen klar in der Tradition der britischen Bands der 1990er Jahre. Die „alten“ Bands des Britpop und Alternative Rocks wie Oasis, Blur und Radiohead veröffentlichten ebenfalls erfolgreiche Alben in den 2000er Jahren. Die teilweise auch dem Indie zugerechnete Band Arcade Fire belebte indes mit einer großen instrumentalen Breite das Genre des Artrocks. Bands wie Archive oder Animal Collective drangen eher aus elektronischen Genres in die Rockmusik ein. Ebenso konnten Muse mit ihrer Verbindung aus Elektronic, Alternative-, Hard- und Progressive Rock (New Prog) das ganze Jahrzehnt lang große Erfolge verbuchen.

Außerdem konnten Alternative-Rock-Bands, die gelegentlich dem Emo-Genre zugerechnet werden, wie Jimmy Eat World, Billy Talent, Paramore, Bullet for My Valentine, 30 Seconds to Mars, My Chemical Romance oder Panic! at the Disco, Charterfolge verbuchen. Auch mit diesem Genre in Verbindung gebracht wurde die deutsche Pop-Rock-Band Tokio Hotel, die auch international eine der erfolgreichsten deutschen Bands des Jahrzehnts wurde. Im deutschsprachigen Raum verbanden vor allem Bands aus Hamburg wie Kettcar, Tomte und Tocotronic Indie-Rock und Indie-Pop in einer Weiterentwicklung der Hamburger Schule. Auch Pop-Rockbands wie Juli, Silbermond oder Madsen waren ab Mitte der 2000er erfolgreich.

In Skandinavien entwickelte sich ebenfalls eine sehr lebendige Independent-Rock-Szene, die mit Motorpsycho, Turbonegro, Soundtrack of our Lives, Refused, den Hives und Kvelertak einen unkomplizierten Umgang mit dem reichen Erbe pflegten und unverkrampft Einflüsse von Black Metal und Punk bis zu den Beach Boys und den Allmann Brothers verarbeiteten.

Ab 2010

Bereits in den Jahren vor 2010 nahm die Bedeutung elektronischer Klänge und Synthesizer in der Rockmusik wieder zu. Elektronische Einflüsse waren auch in der Entwicklung von Bands wie den Arctic Monkeys oder Franz Ferdinand zu hören, die anfangs noch dem Post-Punk-Revival zugeordnet wurden. Später wurde dies auch bei den Strokes erkennbar. Der Indie-Rock bewegte sich damit generell weg vom »Garagencharakter« hin zu progressiverer Musik. Bands wie Foals, Klaxons oder Vampire Weekend trugen mit ihrer Form des Indie-Rocks zu diesem Trend bei. Auch bei These New Puritans oder den Wild Beasts ist ein größerer unmittelbarer Einfluss in der neueren Musik zu hören.

Seit Beginn der 2010er Jahre konnte ein Psychedelic-Rock-Revival um Bands wie Tame Impala, Temples und Warpaint beobachtet werden. Auch auf dem 2013 erschienenen Album „AM“ der Arctic Monkeys, das vom New Musical Express als bis dahin bestes Album des Jahrzehnts bezeichnet wurde, findet man Elemente dieses Genres.

2017 wurde Rockmusik in den US-Charts als meistverkauftes Genre abgelöst; Rhythm and Blues und Hip-Hop hatten mit 25,1 Prozent den größten Anteil am Konsum, Rock folgte mit 23 Prozent. Rockmusik hat mit 40 Prozent immer noch den größten Anteil am Album verkauf, doch sind die Verkaufszahlen seit Jahren rückläufig.

Welche Arten von Rockmusik gibt es?

Nach dem Erfolg der Beatmusik spaltete sich die Rockmusik in verschiedene Richtungen auf. Jede Generation brachte ihre eigenen Ideen ein und es wurde viel experimentiert. In den 1970er Jahren entstand der Hardrock, eine harte Variante des Rocks, die Bands wie Queen, Deep Purple oder Led Zeppelin bekannt machte.

Andere Musiker bevorzugten einen etwas ruhigeren Stil, den man als Softrock oder auch als weichen Rock bezeichnete. Erfolgreiche Vertreter des Softrocks waren in dieser Zeit David Bowie oder Elton John.

Um das Jahr 1976 herum entstand in Großbritannien und den USA die Punk-Kultur und mit ihr die Punk-Musik. Bands wie die „Ramones“ oder „The Clash“ trugen dazu bei, dass Punkrock in den USA und Europa populär wurde.

Ende der 1970er Jahre kam auch Heavy Metal auf, eine besonders harte Variante des Rocks. Einflussreich für den späteren Heavy Metal war vor allem die britische Band „Black Sabbath“, obwohl sie sich selbst nicht als Heavy Metal-Band bezeichnete.

In Deutschland wurde zunächst kaum Rockmusik produziert, im Radio lief vor allem Rockmusik aus den USA und England. In den 1970er Jahren entstand dann der Deutschrock, bekannt durch Musiker wie Marius Müller-Westernhagen oder Herbert Grönemeyer. Später vermischten sie ihre Musik besonders mit elektronischen Klängen. Diese Kombination wird von Nicht-Deutschsprachigen als „Krautrock“ bezeichnet.

In den 1990er Jahren gab es neue Trends in der Rockmusik. In den USA war dies vor allem Grunge-Musik, eine Mischung aus Punk und Heavy Metal, die Hard Rock und Heavy Metal verdrängte. Die bekannteste Grunge-Band ist „Nirvana“. Nach dem Tod des Sängers Kurt Cobain 1994 verlor Grunge schnell wieder an Popularität.

Die britische Antwort auf Grunge war der Britpop. Obwohl er den Namen Pop trägt, handelt es sich hierbei um eine Form von Rockmusik. Der Name kommt daher, dass sich Britpop-Bands wie „Oasis“ und „Blur“ an beliebten britischen Bands wie den Beatles orientierten. Wie beim Grunge war die Ära des Britpop relativ kurz.

Seit den 1990er Jahren sind viele verschiedene neue Stile in der Rockmusik entstanden, die heute unter dem Begriff „Alternative Rock“ zusammengefasst werden. Wenn Rockmusik mit einer anderen Musikrichtung kombiniert wird, spricht man auch von „Crossover“. Das bedeutet so viel wie „Überkreuzung“.

Instrumente in einer klassischen Rockband

Eine typische Rockband besteht aus mindestens einer Gitarre, einem Bass und einem Schlagzeug. Meistens werden elektrische Gitarren und Bässe verwendet, aber es kommen auch akustische Instrumente vor. Oft sind in einem Rockstück mehrere Gitarren zu hören: Eine spielt eine kontinuierliche Begleitung, die immer gleich bleibt, während eine andere Melodien spielt. Deshalb spricht man von Rhythmusgitarre und Melodie- oder Leadgitarre. Diese Kombination aus Rhythmus und Melodie wird von der Bassgitarre unterstützt, die tiefe Töne spielt. Das Schlagzeug gibt der Musik zusätzlichen Rhythmus.

Da es viele verschiedene Arten von Rockmusik gibt, wird diese Besetzung oft durch zusätzliche Instrumente erweitert. In der Zeit des Rock’n’Roll wurde die Musik oft von einer großen Band gespielt, zu der auch Klavier, Saxophon, Trompeten und andere Blasinstrumente gehörten. Im Softrock gab es oft Klavier, und einige Softrocker wie Elton John oder Billy Joel spielten selbst Klavier und sangen dazu. Im Softrock wurden auch Streichinstrumente wie Geigen oder Cello eingesetzt.

Besonders im Crossover, im Deutschrock und gelegentlich auch in anderen Rock-Genres wird die klassische Besetzung um elektronische Instrumente wie Keyboard oder Hammond-Orgeln erweitert. Diese Instrumente erzeugen Töne über einen Computer und können deshalb Klänge erzeugen, die man mit elektrischen Gitarren und Bässen nicht erreichen kann.

Liste von Rockmusikern

  • Angus Young (AC/DC)
  • Axl Rose (Guns N‘ Roses)
  • Brian May (Queen)
  • Bruce Springsteen
  • Bono (U2)
  • David Bowie
  • Die Ärzte
  • Die Toten Hosen
  • Eddie Vedder (Pearl Jam)
  • Elvis Presley
  • Eric Clapton
  • Freddie Mercury (Queen)
  • Herbert Grönemeyer
  • Juli
  • Jimi Hendrix
  • Jimmy Page (Led Zeppelin)
  • John Lennon (The Beatles)
  • Jon Bon Jovi (Bon Jovi)
  • Kurt Cobain (Nirvana)
  • Mick Jagger (The Rolling Stones)
  • Marius Müller-Westernhagen
  • Nena
  • Ozzy Osbourne
  • Peter Maffay
  • Revolverheld
  • Rammstein
  • Robert Plant (Led Zeppelin)
  • Robert Smith (The Cure)
  • Roger Waters (Pink Floyd)
  • Scorpions
  • Silbermond
  • Sportfreunde Stiller
  • Steven Tyler (Aerosmith)
  • The Doors
  • The Rolling Stones
  • Tina Turner
  • Tokio Hotel
  • Udo Lindenberg
  • Westernhagen

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