Max Herre

Max Herre

Der deutsche Rapper, Singer-Songwriter und Musikproduzent Max Herre wurde am 22. April 1973 in Stuttgart geboren. Er war Mitglied der Hip-Hop-Band Freundeskreis von 1996 bis 2007, zusammen mit Don Philippe und DJ Friction. Außerdem ist er Artist und Repertoire beim Label Nesola, einem Gemeinschaftsunternehmen u.a. mit seiner Frau Joy Denalane.

Jay-Z, Black Thought, Natty Dread von Bob Marley, Let?s stay together von Al Green, die englische Rockband Free, Hansi Biebl und Nick Drake zählt Max Herre zu seinen Einflüssen. Auch Jimi Hendrix, Led Zeppelin und Udo Lindenberg zählen dazu.

Herre ist ein großer Fan der Musik in der DDR der späten 60er und 70er Jahre und erwähnt das Amiga-Label. Es gab viele gute Bands. Die Musik, die Bands und die Aufnahmetechnik waren damals im Osten weiter als im Westen, das ist mein Eindruck.

Max Herre – Ólobo

Karriere

Max Herre wuchs in Stuttgart auf. Er entdeckte Hip-Hop in der Schule und beschloss nach dem Hören von Advanced Chemistry, selbst auf Deutsch zu rappen. Mit 15 Jahren gründete er seine erste Band Seedless Jam. Vier Jahre später startete er sein erstes Hip-Hop-Projekt Agit Jazz zusammen mit dem Instrumentalmusik-Produzenten Philippe A. Kayser (Don Philippe). Um ihre Stücke live aufführen zu können, gründeten sie 1993 zusammen mit dem Stuttgarter Produzenten DJ Friction (Martin Welzer) die Band Maximilian und sein Freundeskreis. Im selben Jahr schlossen sich Max und andere Stuttgarter Künstler zur Kolchose zusammen.

Die drei Freunde unterschrieben 1997 bei dem frisch gegründeten Label Four Music der Deutsch-Rap-Pioniere „Die Fantastischen Vier“. Mit A-N-N-A gelang ihnen 1996 der musikalische und kommerzielle Durchbruch. Das Lied verkaufte sich über 250.000-mal. Das Debüt-Album der Band, die sich in Freundeskreis umbenannte, trug den Titel „Die Quadratur des Kreises“ und verkaufte sich 170.000-mal.

Vom zweiten Album „Esperanto“, das 1999 erschien, wurden über 300.000 Exemplare abgesetzt. Im selben Jahr wurde auch das Doppel-Livealbum „En Directo“ der FK Allstars aufgenommen. Es enthält Mitschnitte von vier Konzerten, die im Dezember 1999 stattfanden. Das Album beinhaltet sowohl Stücke des Freundeskreises als auch Neuinterpretationen der Allstars.

Nachdem der Freundeskreis im Jahr 2000 seine vorerst letzten Konzerte gegeben hatte, war die Band 2007 wieder auf verschiedenen Festivals zu sehen. Unter anderem feierten sie in Stuttgart, der Heimatstadt der Band, auf dem Festival MTV HipHop Open ihr 10-jähriges Bestehen.

Max Herre initiierte die FK-Allstars, ein Kollektiv aus über 15 Künstlern, darunter Gentleman, Afrob, Sékou, Joy Denalane und Brooke Russell. Im Jahr 2000 begeisterten sie bis zu 70.000 Fans auf großen Festivals wie Rock im Park und splash! Nach dieser erfolgreichen Tour verabschiedete sich Herre aus der Band.

Durch seinen wachsenden Ruhm fühlte sich Herre zunehmend unter Druck gesetzt und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Nach der Geburt seines ersten Sohnes konzentrierte er sich auf die Produktion des Debütalbums seiner Frau Joy Denalane. Das 2002 fertiggestellte Album mit dem Titel „Mamani“ erreichte die Top 10 und wurde drei Mal für den Echo-Preis nominiert. Das Top-10-Album verkaufte sich 130.000 Mal und wurde drei Mal für den Echo nominiert.

Max Herre feat. Joy Denalane – Mit dir

Leben

Max Herre lernte 1999 Joy Denalane kennen, als er auf der Suche nach einer Sängerin für seine Single ‚Mit Dir‘ war. Die beiden heirateten später und bekamen 2001 ihren ersten Sohn. Während der Produktion des Albums seiner Frau zog Herre 2002 für Familie und Karriere nach Berlin. Im Jahr 2003 wurde ihr zweiter Sohn geboren. Das Paar trennte sich im Februar 2007, ist jedoch seit 2011 wieder zusammen. Herre ist auch Vater einer Tochter, die 2008 geboren wurde. Er widmete ihr den Song ‚Vida‘ auf seinem Album ‚Hallo Welt!‘.

Max Herre ist der Enkel von Richard Herre. Richard Herre war ein bekannter Architekt, Designer, Grafiker und Übersetzer. Max Herre war Teil des Wissenschaftlichen Beirats der Ausstellung „Richard Herre / Architekt, Designer, Grafiker, Übersetzer – 1885-1959“.

Max Herre veröffentlichte im September 2004 sein gleichnamiges Soloalbum, nach knapp fünf Jahren seit dem letzten Album von Freundeskreis. Das Konzeptalbum spiegelte Herres musikalische Offenheit wider, indem er Soul, Reggae und sogar Rock-Elemente miteinander kombinierte. Das Debütalbum wurde ein großer kommerzieller Erfolg. Im April 2006 gründeten Herre, Joy Denalane, Götz Gottschalk und Sophie Raml das Label Nesola.

Herres zweites Album für Denalane, „Born & Raised“, wurde am 11. August 2006 auf Four Music veröffentlicht. Sein drittes Album ‚Hallo Welt!‘ folgte am 24. August 2012. Vorab wurden bereits der Freetrack ‚Jeder Tag zuviel‘ mit Antonino von Mega! Mega! und die Single ‚Wolke 7‘, ein Duett mit Philipp Poisel, veröffentlicht. Letztere erreichte Platz sechs der deutschen Singlecharts und war Herres erster Top-10-Hit.

2009 bereicherte Max als musikalischer Gast die fünfte Staffel von „Inas Nacht“, der beliebten Hamburger Show im Schellfischposten, moderiert von Ina Müller.

2013 übernahm Max Herre eine wichtige Rolle als Jurymitglied in der Castingshow „The Voice of Germany“. Sein Schützling Andreas Kümmert gewann die Show. In der dritten Staffel der erfolgreichen Show saß er gemeinsam mit Musikgrößen wie Samu Haber, Andreas Kümmert, Chris Schummert, Judith van Hel und Debbie Schippers in der Jury.

Herre veröffentlichte als dritter deutscher Hip-Hop-Act nach den Fantastischen Vier und Sido ein Album der MTV Unplugged-Reihe mit dem Namen „MTV Unplugged Kahedi Radio Show“. Das Album brachte ihm bei der Echoverleihung 2014 die Auszeichnung als Hip-Hop-Künstler des Jahres ein.

Herre veröffentlichte am 8. November 2019 sein viertes Album ‚Athen‘, das Features von Trettmann, Megaloh, Sugar MMFK, Dirk von Lowtzow und Joy Denalane enthielt. Im Oktober 2021 erschien die Single ‚Mir kann nichts passieren‘ in Zusammenarbeit mit Danger Dan. Herre arbeitete zusätzlich mit Roberto Di Gioias Gruppe Web Web zusammen. Im Jahr 2021 veröffentlichte er das Album „WebMax“. 2022 trat er als Pianist bei JazzBaltica auf. Im Jahr 2023 wurde das Album ‚WebMax II‘ veröffentlicht, an dem unter anderem Marja Burcha beteiligt war.

Studioalben

  • 2004 Max Herre
  • 2009 Ein geschenkter Tag
  • 2012 Hallo Welt!
  • 2013 MTV Unplugged Kahedi Radio Show (Livealbum)
  • 2019 Athen