Frank Ramond

Frank Ramond

Frank Ramond, geboren am 7. April 1964 in Istanbul, ist ein deutsch-französischer Liedtexter, Komponist, Sänger und Musikproduzent. Er schrieb Songtexte für Yvonne Catterfeld, Udo Lindenberg, Annett Louisan, Udo Jürgens, Helene Fischer und Roland Kaiser. Zu seinen bekanntesten eigenen Titeln zählen „Ich zähl bis drei“ und „Gutes Personal“.

Frank Ramon – Ich zähl bis drei

Karriere

Er wurde 1964 in Istanbul als Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Nach einem berufsbedingten Umzug der Eltern ist Mexiko-Stadt von seinem dritten bis zu seinem siebten Lebensjahr seine Heimatstadt. Danach zieht Frank mit seiner Mutter nach Hamburg.

Frank Ramond hat einen französischen Vater und eine deutsche Mutter. Er besuchte die Schule in Mexiko-Stadt und später in Hamburg.

Mit 13 Jahren versucht sich der Teenager zum ersten Mal an der Gitarre. Beim gemeinsamen Musizieren mit Gleichaltrigen in Madrid lernt er allerlei musikalische Tricks. Denn dort arbeitet inzwischen sein Vater, mit dem Frank in engem Kontakt steht.

Ramond schlägt zunächst keine künstlerische Laufbahn ein. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung zum Industriekaufmann bei Philips, leistete seinen Wehrdienst ab und begann ein elfsemestriges Jurastudium. 1983 machte er sein Abitur am Hamburger Jesuitengymnasium St. Ansgar. Während des Jurastudiums produziert er erste Schallplatten und arbeitet als Werbesprecher.

Eigentlich wollte er Rechtsanwalt werden, doch im Alter von 29 Jahren lernte er den Deutschrocker Udo Lindenberg kennen. Der Kontakt war hergestellt und Udo Lindenberg engagierte ihn als Texter für seine nächste LP, der Song „Blauer Planet“ ist von mir. Das eröffnet ihm die Möglichkeit, als Texter, Songwriter und Produzent zu arbeiten.

Schnell machte er sich einen Namen in der deutschsprachigen Musikszene. Er arbeitet unter anderem für so unterschiedliche Künstler wie Roger Whittaker, DJ Ötzi, Nino de Angelo und Yvonne Catterfeld. Für ein Jahr ist er Mitmusiker von Lotto King Karl. Ein ganz besonderes Projekt ist 2006 die Arbeit am Debütalbum einer damals noch völlig unbekannten jungen Sängerin: Annett Louisan. Seitdem arbeitet er als Musikproduzent und Songwriter.

Statt Schlagerstakkato oder simplem Gebrauchspop erklingen hier ungewohnt leise Töne, gepaart mit ausgefeilten Texten, die aufhorchen lassen. Die Singleauskopplung „Das Spiel“ entwickelt sich zum Hit – und katapultiert das vermeintliche Nischenalbum in höchste Chart-Regionen.

Bohemé“ ist so etwas wie die künstlerische Emanzipation Frank Ramonds. Weg von der üblichen Einheitslyrik, hin zu einem bewussten und ausgefeilten Umgang mit der deutschen Sprache. Die folgenden CDs – auch in Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Freund und Mitstreiter, dem Songwriter Matthias Hass – bleiben auf hohem Niveau.

Längst hat sich Ramond zu einem gefragten Songtexter entwickelt. Arbeiten für Roger Cicero, Ina Müller, Barbara Schöneberger, Santiano, Udo Jürgens, Mary Roos, Roland Kaiser und Helene Fischer festigen seine Position. Die besondere Kunst von Frank Ramond besteht darin, seinen Schützlingen passgenaue Textkostüme zu schneidern, die abseits der gängigen Klischees angesiedelt sind und mit pointierter Struktur unterhalten. Privat führt er als Familienvater ein eher bürgerliches Leben. Seit 2006 ist er stellvertretendes Mitglied im Aufsichtsrat der GEMA und wurde 2009 zum ordentlichen Mitglied des GEMA-Aufsichtsrates gewählt. Ramond ist Vizepräsident des Deutschen Textdichter-Verbands.

Sein Werk umfasst bis heute rund 700 Titel, darunter zahlreiche Verkaufs- und Radioerfolge im In- und Ausland.

Seine Songs verbinden Singer/Songwriter-Elemente mit starken französischen Chanson-Bezügen, auch lateinamerikanische Rhythmen sowie Anleihen aus dem Liedermacher-Fundus finden ihren Platz im Output. Letzteres kommt auf dem Nachfolgealbum „Ganz Klar“ verstärkt zur Geltung.

Studioalben

  • 2009: Große Jungs
  • 2011: Ganz Klar