Xylophon

Xylophon

Das Xylophon, auch Xylofon genannt, ist ein Schlaginstrument, das zu den Schlagidiophonen gehört und aus einer oder mehreren Reihen von Klangstäben besteht, die in verschiedenen Tonhöhen gestimmt sind. Sie sind auf einem Rahmen aus Holz (oft Palisander) oder Bambus befestigt und werden mit Schlägeln angeschlagen. Xylophone gehören zur Familie der Schlaginstrumente (engl. mallet percussion), deren wichtigste Vertreter in Europa die Marimba (Marimbaphon), das Glockenspiel und das Vibraphon sind. Die Ursprünge des Xylophons liegen in Asien und Afrika. Jahrhunderts in Deutschland als Hölzernes Gelächter oder (wegen der Lagerung der Holzstäbe auf Strohwalzen) als Strohfiedel bekannt. Das Wort Xylophon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „xylon“ (Holz) und „phone“ (Klang).

Die Vorfahren des Xylophons werden in Südostasien vermutet, wo die ersten Zeugnisse aus dem 9. Von dort aus verbreitete sich das Xylophon vermutlich zunächst nach Afrika. Jahrhunderts war es in Deutschland als Hölzernes Gelächter oder (wegen der Lagerung der Holzstäbe auf Strohwalzen) als Strohfidel bekannt. Es gibt verschiedene Varianten des Xylophons, die aus unterschiedlichen Ländern stammen. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Xylophon für das Orchester entdeckt.

Geschichte

Die Ursprünge des Xylophons lassen sich nicht eindeutig bestimmen. Historiker sind sich jedoch oft einig, dass das Instrument erstmals in Südostasien entwickelt wurde. Es gibt mehrere Reliefs, die das Xylophon in Aktion zeigen. Diese Zeugnisse stammen aus dem 9. Jahrhundert, aber es gibt auch Behauptungen, dass das Instrument noch früher entstanden ist. Von Asien gelangte das Xylophon nach Afrika, wo es vor allem im Abendland verwendet wurde.

Nach Europa kam das Xylophon mit den Rückkehrern der Kreuzzüge. Eine der bekanntesten Darstellungen stammt von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem Jahr 1523: Der Holzschnitt „Totentanz“ zeigt ein Skelett, das ein Xylophon spielt. Von da an wurde das Instrument in verschiedenen Schriften von Theoretikern erwähnt. Dabei wurde das Xylophon oft als „Strohfiedel“ oder „schallendes Gelächter“ bezeichnet. Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Instrument hauptsächlich von fahrenden Musikern gespielt. Jahrhundert wurde das Xylophon vor allem von Wandermusikanten gespielt: Musiker, die sich durch besondere Virtuosität auszeichneten, zogen mit einem Zirkus durch die Lande und spielten auf dem Xylophon.

Aufbau

Xylophone bestehen aus einer Anordnung von Klangstäben aus Hartholz oder Bambus. In Europa werden Xylophone häufig aus Honduras-Palisander (Dalbergia stevensonii) hergestellt, deren unterschiedliche Länge (zwischen 13,5 und 38 cm) die Tonhöhe bestimmt. Diese Stäbe werden an den Schwingungsknoten ihrer Grundresonanzfrequenz auf Stroh- oder Gummirollen montiert und in einem Holz- oder Metallrahmen mit Resonanzröhren unter jedem Stab platziert.

Die Tonhöhe der Stäbe kann durch Schleifen eingestellt werden. Sie hängt von Faktoren wie Länge, Dicke und Festigkeit des Stabes ab, nicht aber von seiner Breite. Längere und dünnere Stäbe erzeugen tiefere Töne, während kürzere und dickere Stäbe höhere Töne erzeugen. Das Schleifen der Enden eines Klangstabes führt zu einem höheren Ton. Wird die Dicke des Stabes in der Mitte verändert, wird er elastischer, schwingt stärker und erzeugt tiefere Töne.

Die meisten Xylophone werden mit zwei Schlägeln gespielt, die oft aus Holz sind. Diese Schlägel haben ca. 30 cm lange Stiele, oft aus Rattan, Weißbuche oder Hickory, und ovale oder kugelförmige Köpfe mit einem Durchmesser von ca. 2,5 cm. Beim Spielen des Xylophons, insbesondere des vierreihigen Xylophons, schlagen die Musiker mit löffelartigen Holzschlägeln auf die Vorderkante oder die Mitte der Klangstäbe.

Arten

Je nach Bauart gibt es verschiedene Arten von Xylophonen, z. B. Holmxylophone, Rahmenxylophone, Kastenxylophone, Trogxylophone und Tragbügelxylophone. Bei Holmxylophonen liegen die Klangstäbe quer auf zwei Balken (Holmen), während bei Trogxylophonen die Klangstäbe auf einem Kasten (Trog) liegen, der gleichzeitig als Resonanzkörper dient. Afrikanische Xylophone sind oft mit Kürbisresonatoren ausgestattet, um den Klang zu verstärken.

Die Tonhöhe eines Xylophons variiert je nach Bauart, kann aber normalerweise etwa drei Oktaven umfassen. Neben Xylophonen gibt es verwandte Instrumente wie Metallophone mit Metallstäben und Lithophone mit stabförmigen Steinen.

Ton bzw. Klangerzeugung

Die Klangstäbe der Orchesterxylophone bestehen in der Regel aus Hartholz wie Palisander oder Palisander. Sie können bis zu 38 cm lang sein. Länge, Dicke und Dichte des Materials bestimmen die Tonhöhe der Klangstäbe. Je länger, dünner und dichter der Klangstab ist, desto tiefer ist die Tonhöhe. Durch Hinzufügen oder Wegnehmen von Material können die Klangstäbe gestimmt werden. Unter jedem Klangstab befinden sich Resonanzröhren aus Metall, die den Klang verstärken.

Gespielt wird das Xylophon mit Schlägeln. Diese bestehen aus Gummi, Holz oder Kunststoff. Die weicheren Schlägel sind mit Schnur umwickelt. Je nachdem, mit welchem Schlägel man spielt, klingen die Töne des Xylophons weicher oder härter. Wegen des helleren und klareren Klanges werden die harten Schlägel bevorzugt. Der Klang des Xylophons ist kurz und perkussiv. Um längere Töne zu erzeugen, können zwei Schlägel wirbelnd auf einen Holzstab geschlagen werden.